So war`s in Washington

By mareikee

Nun sitzen wir schon seit mehreren Stunden im Zug nach Boston. Gerade eben sind wir durch New York gefahren und man hatte eine super Sicht auf die Skyline von Manhattan – ein Vorgeschmack auf das Ende unserer Reise. Die letzten Tage waren wir in Washington DC. Oskar hat mich am Mittwochabend vom Flughafen abgeholt und ich habe meine erste Nacht in seinem Zimmer im Studentenwohnheim verbracht. Ich war irritiert wie klein und provinziell manche Dinge in den USA sind. Umsteigen in New York (JFK) war am lustigsten – der Lande-Terminal war gigantisch und schick und international, der nationale Terminal dann aber eher wie ein Bahnhof, an dem man irgendwie wartet, dass sein Flug los geht. Die Maschine war winzig und die meisten Leute haben ihr Gepäck direkt am Flugzeug abgegeben.

An dem Abend haben wir dann nicht mehr viel gemacht, Oskar hat mir lediglich seinen Campus gezeigt und wir sind eine Kleinigkeit essen gegangen – nach 24 Stunden wach sein und reisen war ich einfach nur müde. Der Abend war aber sehr schön, ein typischer Sommerabend. Dafür hat es die nächsten Tage nur geregnet.

Am Donnerstag sind wir dann erstmal in unser Hostel gefahren, mit dem ganzen Gepäck von Oskar. Unser Hostel lag sehr kiezig (Adam`s Morgan) – und war ganz schön dreckig, aber was soll`s! Am Nachmittag sind wir dann ein bisschen downtown herum gelaufen und waren im Holocaust Museum, was sehr interessant war, weil es eine andere Sicht auf den Holocaust zeigt. Das Museum beschäftigt sich viel damit, wie die internationalen Reaktionen waren und wieso die USA nicht interveniert haben. Den Abend über waren wir bei einer Lesung, bei der ich leider nicht so viel verstanden habe, danach aber ein spannendes Buch gekauft habe.

Den Tag darauf (Freitag) waren wir ersteinmal gemütlich frühstücken, haben mein Rail Pass Ticket abgeholt und sind danach ins Kunstmuseum gegangen. Am Abend waren wir zunächst in China Town, sind dort Essen gegangen (Spanisch) und dann in einer Shishabar in der Nähe von unserem Hostel.

Samstag war Marathon-Sightseeing: Vormittags waren im Capitol, nachmittags sind wir zum Weißen Haus und zu den Memorials gelaufen, passend dazu hatten wir das einzige Mal gutes Wetter. Danach war ich ganz schön fertig (meine Knöchel taten sehr weh, und seit dem ist der Schmerz auch nicht mehr richtig weggegangen …), so dass wir abends relativ wenig gemacht haben. Wir waren lecker bei einem kleinen Italiener in der Nähe vom Hostel essen, rochen nach Knoblauch und haben abends einen Film geguckt.

Sonntag hat es den ganzen Tag in Strömen geregnet. Nachdem wir Oskars Gepäck weggebracht hatten, sind wir mit einer französischen Kommilitonin in Newseum gegangen. Das war sehr interessant, wenn auch ein akuter Alarm bzgl. von Reizüberflutung existierte. Man bekam einen Einblick in die Mediengeschichte der USA. Abends waren wir durchnässt und faul.

Montag war dann auch schon der letzte Tag in DC. Nach einem ausgiebigen Frühstück waren wir in der Library of Congress (Ich liebe Bücher!) und haben uns den Supreme Court angeschaut. Dann waren wir in Georgetown, ein gemütliches Schicky-Micky-Viertel, waren dort schicky-micky essen und sind danach noch zu einer Mall gefahren.

Oskar hat Fotos gebloggt, die gibt es hier zu sehen!

Nachtrag: Mittlerweile sind wir in Boston, ich bin krank und blieb gestern den ganzen Tag im Hotelzimmer. Heute wollen wir uns aber Boston noch mal genauer anschauen und gegen Abend zur Harvard University fahren. Über Boston demnächst dann mehr!

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