September 12, 2008 von mareikee
Ich dachte immer, Linden sei der Kiez Hannovers – unterm Strich fand ich es dort ganz schön unschön. Die Limmerstraße beherbergt Supermärkte, Eineuroläden und sonstige Ramschläden, zwischendurch stören ein Bio-Supermarkt, ein Eine-Welt-Laden und ein Balzac das traurige Bild. Zwar sieht man einige trendige, studentische Menschen, man fragt sich aber, wo sie all diese schönen Klamotten gekauft haben, wahrscheinlich waren sie zum Shoppen im Hamburg. Wenn man dann in Richtung Davenstedter Straße fährt, wird es gemütlicher, wohnlicher, aber nicht zwingend cooler. Schade – aber: Linden liegt relativ dezentral, da wohne ich doch lieber im unkiezigen Mitte-Bezirk und komme überall anders schnell mit dem Fahrrad hin.

Der Fahrrad-Trend 2009: klassisch und schwarz
Apropos Fahrad fahren: Irgendwie scheint es so, als würde Fahrrad fahren gerade hip sein. Seien es nun Menschen mit Fixed Gear Rädern oder so komischen bunten gebogenen Fahrrädern. Ich möchte hiermit einen neuen Trend starten: Hollandräder. Groß, stabil, praktisch, aufrecht. Mit diesem klassischem Fahrrad kann man erhaben durch die City cruisen, Einkäufe transportieren und Rucksäcke tragen, ohne dass sie auf der Wirbelsäule hin und her wackeln.
Bisher kenne ich eine weitere Person, die so ein Fahrrad fährt – auch eine Exil-Ostfriesin. Dort ist dieser Trend nämlich schon längst kein Trend mehr, sondern einfach nur normal.
Schlagworte: Fahrradfahren, Hannover, Trends
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August 15, 2008 von mareikee
Wir sind Helden singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
An die Arbeit
Ich würde sagen: ja, aber es gibt Arbeit und es gibt Arbeit.
Seit gut einer Woche arbeite ich nun wieder bei VW (habe schon mal zwei Wochen dort gearbeitet, dann waren drei Wochen Werksferien). Und ich kann euch sagen, das ist richtige Arbeit, also so malochende Arbeit – und unglaublich öde. Körperlich habe ich mich an den Job gewöhnt. Mir tut der Nacken und der Rücken langsam weh, aber es ist auch schon Freitag. Seit Montag habe ich zwei studentische Kollegen (vorher war ich die einzige „Studentin“ in der Gruppe), und die zwei Jungs sind ganz schön fertig. Und ich erinnere mich: Am Ende der ersten Woche tat mir alles weh. (Allerdings habe ich nicht so stark wie die beiden Jungs gejammert, obwohl ich laut normaler Kollegen einen schwereren Job habe als die beiden…) Aber an all das habe ich mich gewöhnt. Mein rechter Oberarm besitzt neuerdings soetwas ähnliches wie einen Bizep und das lange Stehen macht mir auch nicht mehr so viel aus.
Woran ich mich aber nie gewöhnen werde: Wie unglaublich öde dieser Job ist. Am Werkstor schaltet man sein Gehirn ab, die Zeit vergeht schneller, wenn man nicht viel denkt. Man rettet sich von Auto zu Auto, von Pause zu Pause, von Tag zu Tag – zum Wochenende! Ich könnte mir nicht vorstellen, mein Leben lang diesen Job auszuüben. Ich dachte auch immer „Ohne Arbeit wär das Leben öde“, immerhin arbeite ich freiwillig für ohne Geld seit ewigen Jahren super viel. Aber das macht Spaß! Das gibt dem Leben wirklich etwas wie Sinn. Man wartet nicht darauf bis es vorbei ist. Jetzt kann ich mir vorstellen, wieso so viele Deutsche unglücklich sind, bei so einer Arbeit kann man nicht glücklich werden …
Schlagworte: Arbeit
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Juli 22, 2008 von mareikee
Dazu fällt mir erstmal nicht viel ein: Nach 12 Jahren Flucht und Verstecktwerden wurde endlich Radovan Karadzic verhaftet. Dieser war der Präsident bzw. politische Führer der bosnischen Serben während des Krieges 1991 bis 1995. Er und Ratko Mladic gehören zu den schlimmsten Kriegsverbrechern des Bosnien-Krieges und konnten sich jahrelang verstecken, Karadzic anscheinend sogar unter falscher Identität mitten in Belgrad. Mladic hingegen ist immer noch auf freiem Fuß. Mehr über die Verhaftung hier.
Schlagworte: Ausland, Balkan, Medienschau, Politik
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Juli 13, 2008 von mareikee
Für mich stand ja immer fest, dass ich erst eine Wohnung haben möchte, um mir dann der/die Mitbewohner/in auszusuchen. Wie nervtötend, aber auch lustig es sein kann, stelle ich erst jetzt fest. In meiner Anzeige habe ich sehr deutlich gemacht, dass Wohnungsbesichtigungen nur Anfang August möglich sind, weil ich vorher noch nicht in der Wohnung wohne, trotzdem schreibt mir jeder zweite, er/sie könne sofort vorbei kommen oder wäre in drei Tagen in Hannover, ob das dann gehen würde. Ich ignoriere solche Mails mittlerweile immer. Wer nicht lesen kann, wird nicht mir mir wohnen! Noch abschreckender sind aber andere Dinge und da nervt mich das Internet! Es gibt tatsächlich Leute, die sich richtig scheiße verhalten, weil sie sich in der Anonymität des Internets aufhalten, dabei aber noch nichteinmal merken, dass sie sich scheiße verhalten. Letztens hat mir zum Beispiel ein Typ eine email geschrieben:
Hallo,
Habe deinen Eintrag für das WG-Zimmer gelesen und bitte um Rückruf.
016X-5X8X0X9
Viele Grüße,
XXXX
Wie kann man so unfreundlich und dreist sein. Und vor allem: Wieso sollte ich ihn (natürlich handelt es sich um ein ihn) anrufen? Er gibt mir keinen Grund dazu. Und natürlich habe ich ihn nicht angerufen – diese Chance hat der Junge sich verspielt.
Und noch etwas: Extra zum potenzielle Mitbewohner ausspionieren habe ich mir einen Fake-Studi-VZ-Account angelegt, auch sehr aufschlussreich, bisher habe ich mehr Leute deswegen ausgeschlossen, als in Betracht gezogen. Es stellt sich also als gar nicht so einfach heraus, eine/n passende/n Mitbwohner/in zu finden, und dass obwohl ich noch nicht einmal Wohnungsbesichtigungen mit denen hatte. Aber alles in allem bin ich sehr zuversichtlich, dass ich noch jemanden finde.
Schlagworte: Internet, Mitbewohner, Wohnung
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Juli 13, 2008 von mareikee
Jaja, ich habe lange nicht gebloggt, und dass obwohl sehr viel passiert ist – oder gerade deshalb. Die USA-Reise haben Oskar und ich erfolgreich beendet. Chicago war ja in der Mitte unserer Reise, danach waren wir in New Orleans (der Ballermann der USA, so stelle ich mir Spring Break vor), dann zwei weitere Stunden in Washington DC um Oskars Gepäck abzuholen und haben vor unserer New York Woche noch mal Stop in Philadelphia gemacht. Das war super, weil man dort einfach nochmal sehr viel von der amerikanischen Geschichte mitbekommen hat, u.a. in einer Lichter-Show zum Unabhängigkeitskrieg. New York war der Hammer! So wie man sich es vorstellt und doch tausendmal besser! Groß, bunt, abwechslungsreich, hip. Und dann kam auch schon der Heimflug….
In Deutschland gings gleich wieder los: Abizeitung layouten, Seminare besuchen, Kram organisieren. Aber immerhin habe ich jetzt nicht nur mein Abitur in der Tasche (mit 1,7!!!), sondern eine Wohnung in Hannover zum 1.8. (suche zum September noch Mitbewohner/in) und einen Sommerjob bei VW. Dort arbeite ich seit letzte Woche – gut bezahlt, aber man muss was tun für sein Geld. Ach ja, ich hatte letzte Woche Geburtstag, nun bin ich auch im Twenties-Club.
Ab September bin ich dann voll in Hannover – ich arbeite dann für die Jugendpresse und organisiere die Jugendmedientage 2009 in Hannover (schon mal vormerken: 11.-14- Juni!!). Und dann werde ich entweder dies hier zu einem richtigen Blog machen oder ihn offline nehmen – mal sehen.
Schlagworte: Arbeit, Jugendmedientage, Schule, USA
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Mai 19, 2008 von mareikee
Unsere Reise vergeht so schnell. Es ist Montag, der letzte Tag in Chicago. Morgen Abend um Acht fahren wir weiter nach New Orleans. Boston war richtig schön. Nette Großstadt, in der man sich schnell zurecht findet und sich wohl fühlt. Die Stadt wirkt lebendiger als DC und hat sogar eine Skyline (diese hat DC nicht, weil kein Gebäude höher sein darf als die Freiheitsstatue auf dem Capitol!). Unser Hotel war ein richtiges Hotel, mit eingeknicktem Klopapier, Tagesdecke und Fernseher, leider aber sehr außerhalb. Passenderweise hat sich mein Körper Boston ausgesucht um krank zu sein, so dass ich meine Erkältung und Fieberschübe in einem richtigen Bett und mit Fernseher auskurieren konnte. Das hat mir leider einen ganzen Tag gekostet, den ich im Hotel bleiben musste, ganz gesund bin ich immer noch nicht (Husten, insbesondere in den Abendstunden, außerdem will meine Nase die ganze Zeit weglaufen), aber wenigstens bin ich schon seit längerer Zeit wieder fit. Den Rest des Beitrags lesen »
Schlagworte: Reisen, USA
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Mai 15, 2008 von mareikee
Nun sitzen wir schon seit mehreren Stunden im Zug nach Boston. Gerade eben sind wir durch New York gefahren und man hatte eine super Sicht auf die Skyline von Manhattan – ein Vorgeschmack auf das Ende unserer Reise. Die letzten Tage waren wir in Washington DC. Oskar hat mich am Mittwochabend vom Flughafen abgeholt und ich habe meine erste Nacht in seinem Zimmer im Studentenwohnheim verbracht. Ich war irritiert wie klein und provinziell manche Dinge in den USA sind. Umsteigen in New York (JFK) war am lustigsten – der Lande-Terminal war gigantisch und schick und international, der nationale Terminal dann aber eher wie ein Bahnhof, an dem man irgendwie wartet, dass sein Flug los geht. Die Maschine war winzig und die meisten Leute haben ihr Gepäck direkt am Flugzeug abgegeben.
An dem Abend haben wir dann nicht mehr viel gemacht, Oskar hat mir lediglich seinen Campus gezeigt und wir sind eine Kleinigkeit essen gegangen – nach 24 Stunden wach sein und reisen war ich einfach nur müde. Der Abend war aber sehr schön, ein typischer Sommerabend. Dafür hat es die nächsten Tage nur geregnet. Den Rest des Beitrags lesen »
Schlagworte: Reisen, USA
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Mai 12, 2008 von mareikee
Mittlerweile bin ich schon mehrere Tage in den USA. Dienstagabend hatte ich meine mündliche Abi-Prüfung in Bio, ich habe mit 12 Punkten bestanden, was mich sehr glücklich macht. Gerade eben habe ich Hannas email gelesen, sie hat 14 Punkte in der Bio-Prüfung! Herzlichen Glückwunsch dafür!
Am nächsten Morgen ging es dann um 5 Uhr los. Mittags ging mein Flieger ab Düsseldorf. In Washington DC bin ich gut angekommen, der Flug war lang, aber ok, und heute ich auch schon wieder der letzte Tag in DC. Morgen fahren wir nach Boston. Wir haben haben eine Art Interrail-Ticket und reisen den Osten der USA ab. Washington ist interessant. Die ganzen Gebäude, die man aus dem Fernsehen und Co kennt, haben wir gesehen, wir waren im Congress und im Newseum und und und (Ich habe gerade nicht viel Zeit zum Schreiben!) Es ist sehr lustig, die Häuser zu sehen. In der Innenstadt sind viele Gebäude der Neoklassik und so lustige kleine Burgen bzw. Schlösser. Es sieht halt so aus, wie europäische Häuser in kleiner und neu, und deswegen ein bisschen wie Playmobil. Auf den ersten Blick ist alles sauber, aber unser Hostel ist z.B. sehr dreckig, wir haben sogar Mäuse. Eine ist auch in eine Falle gelaufen, die wir in unserem Zimmer aufgestellt haben und Oskar hat die ganz tapfer in den Straßenmüll gebracht. Seit dem hat sich auch keine Maus mehr blicken lassen :-)
Naja, ich werde morgen auf der Zugfahrt nach Boston ein bisschen mehr schreiben und dann bei Gelegenheit bloggen. Bis dann!
Schlagworte: Reisen, USA
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April 21, 2008 von mareikee
I am nearly finished with my final exams. I have only one outstanding exam in English and one oral exam in Biology. English is hardly my best subject, it is more my worst one. Today, I wrote my last exam in a subject on a higher level, English and Biology are both on a lower level. History went very well. In that language I know what I have to write. My favourite semester was one of the topics and I choose it. Now, I`m learning English. This little text is one of my tries. Most of the time, I am learning by watching Sex and the City in the internet. Would someone please be so nice to correct this text for me! I have to get better :-)
Schlagworte: Abitur, Schule
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April 20, 2008 von mareikee
… so`n Quatsch! Ich habe endlich auch den Erwartungshorizont für Politik im Internet gefunden! In Deutsch hat mich die Lektüre des Erwartungshorizontes beruhigt, in Politik lediglich die Ungewissheit genommen. Wenn mein Lehrer streng an diesem korrigiert, habe ich die gesamte letzte Aufgabe (die zählt 30 %) am Thema vorbei geschrieben! Allerdings hatte ich ihn noch bzgl. des Umfangs der Aufgabe gefragt, und er meinte die Aufgabe wäre eindeutig textgebunden, daher auch thematisch eng am Text anzulegen. Das habe ich getan! Im Erwartungshorizont wollen die jetzt die übliche Pro/Contra-Liste zum Türkei-Beitritt. Aber das wird schon gut gehen. Ich weiß jetzt immerhin, dass die Aufgabe, die ich meiner Meinung nach am schlechtesten hinbekommen habe nur 20 % zählt! Voll beruhigt kann ich mich jetzt voller Panik in den letzten Tag Geschichte-Lernen stürzen. Morgen ist es soweit! Ich hoffe, es gibt einen Aufgabenvorschlag zu Deutscher Außenpolitik von 1914 bis 1945, das kann ich! Alles andere ist so naja ….
Schlagworte: Abitur, Schule
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