Wir sind Helden singen:
Ohne Arbeit wär das Leben öde
Also sing ich müde meine kleine Ode
An die Arbeit
Ich würde sagen: ja, aber es gibt Arbeit und es gibt Arbeit.
Seit gut einer Woche arbeite ich nun wieder bei VW (habe schon mal zwei Wochen dort gearbeitet, dann waren drei Wochen Werksferien). Und ich kann euch sagen, das ist richtige Arbeit, also so malochende Arbeit – und unglaublich öde. Körperlich habe ich mich an den Job gewöhnt. Mir tut der Nacken und der Rücken langsam weh, aber es ist auch schon Freitag. Seit Montag habe ich zwei studentische Kollegen (vorher war ich die einzige „Studentin“ in der Gruppe), und die zwei Jungs sind ganz schön fertig. Und ich erinnere mich: Am Ende der ersten Woche tat mir alles weh. (Allerdings habe ich nicht so stark wie die beiden Jungs gejammert, obwohl ich laut normaler Kollegen einen schwereren Job habe als die beiden…) Aber an all das habe ich mich gewöhnt. Mein rechter Oberarm besitzt neuerdings soetwas ähnliches wie einen Bizep und das lange Stehen macht mir auch nicht mehr so viel aus.
Woran ich mich aber nie gewöhnen werde: Wie unglaublich öde dieser Job ist. Am Werkstor schaltet man sein Gehirn ab, die Zeit vergeht schneller, wenn man nicht viel denkt. Man rettet sich von Auto zu Auto, von Pause zu Pause, von Tag zu Tag – zum Wochenende! Ich könnte mir nicht vorstellen, mein Leben lang diesen Job auszuüben. Ich dachte auch immer „Ohne Arbeit wär das Leben öde“, immerhin arbeite ich freiwillig für ohne Geld seit ewigen Jahren super viel. Aber das macht Spaß! Das gibt dem Leben wirklich etwas wie Sinn. Man wartet nicht darauf bis es vorbei ist. Jetzt kann ich mir vorstellen, wieso so viele Deutsche unglücklich sind, bei so einer Arbeit kann man nicht glücklich werden …